04.01.2012 – Guide suchen, Hotspring von Güican
Nach einer morgendlichen Dusche mit elektrischem Duschkopf zur Warmwasserbereitung – Vorsicht: Stromschlaggefahr! – wird im eigenen Hotel gefrühstückt, um danach die Nationalparkverwaltung aufzusuchen. Dort wird uns mitgeteilt, dass der Rundkurs – La Vuelta – wegen Problemen (Guerilla-Sichtung) im Juni 2011 (!) offiziell gesperrt ist, wir aber auf eigene Gefahr die 6-7-Tages-Tour machen könnten. Einzelne Tagestrips in die Ost-Berge seien kein Problem. Dave ist das nicht geheuer, ich mache mir aber weniger Sorgen wegen der Guerilla als wegen dem Gewicht, das wir mitschleppen müssen, wenn wir wirklich 7 Tage unterwegs sind.
Bei der Nationalpark-Verwaltung suchen wir auch nach anderen Personen, die gewillt sind, die 7-Tags-Tour gemeinsam mit uns und einem Guide zu machen, aber entweder wollen sie sofort los, oder nur Tagestrips machen. Wir bezahlen die Parkgebühr von Pesos 35.000,–, das sind ca. Euro 14,–. Wir treffen auf 3 Kolumbianer, die uns sofort sympatisch sind und uns einladen, am Nachmittag in ihrem Auto zu einem „Hot spring pool“ zu fahren, um dort ein bisschen zu relaxen. Nachdem sich Dave – und somit auch ich – entschieden haben, NICHT auf den Rundkurs loszugehen, sondern nur Tagestouren zu machen, fahren wir mit den Cousins David, Mauro (Mauricio) und Camilla um 15.30 zu den Hotsprings (Eintritt Pesos 10.000,– ca. Euro 4,–).
Das Wasser ist warm aber nicht sehr klar, es schwimmen Haarbüschel und sonstiges drin herum, trotzdem ist es angenehm, im Wasser mit den anderen zu plaudern. David war ein Jahr in London als Student und spricht sehr gut Englisch, auch die beiden anderen sprechen gut Englisch. Somit ist es für uns ein leichtes, sich zu unterhalten (das hilft meinem Spanisch aber nicht sehr viel weiter). Um 18 Uhr verlassen wir den Pool, da es hier schon um diese Zeit finster wird. Gemeinsam fahren wir wieder zurück, verabschieden und verabreden uns für morgen um 04.00 Uhr früh, denn sie nehmen uns in ihrem Auto mit.
Wir machen noch die letzten Einkäufe, essen in unserem Hotel zu Abend und löchern die Angestellten mit Fragen über den Nationalpark. Nachdem wir alles erfahren haben, werden die kleinen Rucksäcke gepackt und der große Rucksack im Gepäckraum bis zu unserer Rückkunft aufbewahrt. Zeitig geht es heute ins Bett.
- Kirche El Cocuy
- Straße in El Cocuy

