addicted by travelling

08.01.2012 – Wanderung zur Laguna Verde

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06.00 aufstehen, Frühstück vor dem noch immer lauwarmen Kamin und um 07.00 wandern wir los. Nach 10 Minuten kommt ein Jeep, der anhält und uns mitnimmt bis zum letzten Parkplatz; so ersparen wir uns fast 2 Stunden gehen auf der Straße. Vom Parkplatz geht es auf einem breiteren Weg weiter und wir überqueren einige kleine Bäche, die teilweise noch zugefroren sind von der Kälte der Nacht. Nach einer Weile sind wir uns nicht ganz sicher, ob wir richtig sind; die Karten sind auch nicht ganz genau. Also gehen wir einen kleinen Pfad bergan über weiches Gras und teilweise über Hochmoor, was ich als nicht besonders umweltschonend empfinde. Nach einer Weile sehen wir auf der anderen Seite des Hanges 4 Wanderer, die offenbar den richtigen Weg gehen. Wir gesellen uns zu ihnen, plaudern und nach nicht mal 5 Minuten bieten uns die Kolumbianer ihr Haus zum Schlafen an, wenn wir wieder in Bogota sind (ob das wohl in Europa bzw. Österreich auch einem passiert?!?).

Gemeinsam wandern wir passwärts, den wir dann auch bald erreichen (4.360m), um dann wieder zur „Laguna Grande de los Verdes“ abzusteigen. Da ich ein bisschen viel fotografiere, wird der Abstand immer größer und bald sehe ich meine Wanderkumpels nicht mehr und wähle einen anderen Weg, der einige Meter über der Lagune rundherum führt. Nachdem ich bis  zum Ufer abgestiegen bin, finde ich sie wieder, wir halten gemeinsam Mittagessen und Siesta und wandern wieder zurück. Am Pass sind einige Kolumbianer mit Pferden und viel Gepäck, und mir wird erklärt, dass es „Uwá-Ureinwohner“ sind, die hier in der Nähe der Lagune wohnen. Auf dem richtigen Weg wandern wir zurück zu den Kabanas und setzen uns noch ins Restaurant und genehmigen uns „Aguapanela con Queso y Pan“: heisses Zuckerrohrwasser mit Käse und Brot. Der Käse wird ins Zuckerrohrwasser gegeben und dann rausgelöffelt; hört sich komisch an, ist aber so. Das soll dem Getränk einen gewissen Geschmack verleihen, wurde uns erklärt.

Am Abend kommen 2 Jungs, die das Feuer anmachen und damit in 20 Min. fertig sind. Wir kochen das selbe Menü wie gestern, plaudern mit einem Kolumbianer aus Pereira, der mit einer Wandergruppe hier ist und einige Jahre in den USA gewohnt hat. Auch er lädt uns ein, bei ihm zu wohnen, falls wir mal in der Gegend sind.

Geschrieben von Robert

16/01/2012 um 00:25

Veröffentlicht in Kolumbien 2012

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